Warum ich ein Smart Home haben wollte
Vom 49-Quadratmeter-Apartment bis zum smarten Eigenheim: Warum ich mich für ein Smart Home entschieden habe, welche Erfahrungen ich dabei gesammelt habe und weshalb ich heute – besonders mit zwei Kindern – nicht mehr darauf verzichten möchte.

Bis zum Einzug blieb viel Zeit zum Planen
Wenn mich heute jemand fragt, warum ich so viel Zeit und Geld in mein Smart Home investiert habe, lautet meine Antwort immer dieselbe: Es geht nicht darum, möglichst viel Technik zu besitzen. Es geht darum, den Alltag einfacher zu machen.Das habe ich allerdings erst verstanden, nachdem wir vom 49-Quadratmeter-Apartment in ein eigenes Haus gezogen sind.
Bis wir 2019 in unser neues Haus einziehen konnten, vergingen fast zwei Jahre. So lange dauerte die Bauzeit. Diese Zeit nutzte ich intensiv, um mir Gedanken darüber zu machen, welche Ausstattung und welche Technik später in unser Zuhause einziehen sollten.
Kleine Wohnungen haben auch ihre Vorteile
Vorher lebten meine Frau und ich auf gerade einmal 49 Quadratmetern. So klein die Wohnung auch war – sie brachte einige Vorteile mit sich:
Man beschränkt sich automatisch auf das Wesentliche.
Man weiß immer sofort, wo sich etwas befindet.
Man kauft weniger, weil der Stauraum begrenzt ist.
Der Weg zum Kühlschrank, Fernseher, Schreibtisch oder Badezimmer ist nur wenige Schritte entfernt.
Es gibt deutlich weniger Fläche zu putzen.
Es kann auch weniger kaputtgehen, weil man insgesamt weniger besitzt.
Der Übergang vom kleinen Zuhause zum großen Haus
Die Aufgabenverteilung beim Einrichten war schnell geklärt. Meine Frau kümmerte sich um die gesamte Inneneinrichtung und Dekoration – etwas, das ich ihr gerne überließ, weil sie einfach einen hervorragenden Geschmack hat. Außerdem konnte sie mich mit ihren Ideen, die sie auf Pinterest gesammelt hatte, schnell überzeugen. Ich übernahm dafür alle technischen Themen: Internet, Netzwerkverkabelung, Fernseher, mein Arbeitszimmer sowie meinen Hobbyraum mit Homegym. Schon in unserer alten Wohnung hatte ich erste Erfahrungen mit einem Smart Home gesammelt. Um abends das Licht im Schlafbereich auszuschalten, musste ich jedes Mal wieder aufstehen und zum Lichtschalter laufen. Natürlich war das ein reines Luxusproblem, aber es störte mich trotzdem – vor allem, wenn man bereits gemütlich im Bett oder auf der Couch lag. Meine Lösung war eine smarte Glühbirne, die ich per Alexa und Sprachsteuerung bedienen konnte.

Mit einem einfachen Sprachbefehl ließ sich das Licht ausschalten, ohne noch einmal aufstehen zu müssen. Voraussetzung war lediglich ein Alexa-Smart-Hub. Es war nur eine kleine Veränderung, aber sie zeigte mir, wie viel Komfort ein Smart Home im Alltag tatsächlich bieten kann. Diese Bequemlichkeit wollte ich auch in unserem Haus haben. Da das Haus deutlich größer war als alles, was ich vorher erleben durfte, wollte ich es entsprechend aufrüsten – allerdings nur dort, wo ich einen echten Mehrwert gesehen habe. Schnell wurde mir klar, dass ich niemals das komplette Haus auf einmal automatisieren würde. Deshalb brauchte ich einen Plan. Gestartet wurde übrigens mit den Lampen.
Priorität 1
Wohnküche
Schlafzimmer
Rollläden
Priorität 2
Keller
Smarte Steckdose für die Kaffeemaschine
Homeoffice
Priorität 3
Kinderzimmer
Allein im Erdgeschoss haben wir vier verschiedene Lichtquellen, die über vier unterschiedliche Schalter bedient werden – teilweise am jeweils anderen Ende des Raumes. Genau dort habe ich den größten Nutzen eines Smart Homes gesehen. Dabei war mir eines besonders wichtig: Ich wollte mich selbst nicht unter Druck setzen. Ich habe mir zwar ein Ziel gesetzt, aber bewusst keine Deadline. Ich kenne mich gut genug und weiß, dass meine Motivation bei festen Fristen unterbewusst meist nur zwei bis vier Wochen anhält.
Deshalb lautete mein Motto: Jeden Tag einen Schalter austauschen.

So kamen wir Schritt für Schritt voran – ganz ohne Stress. Da ich außerdem Geld sparen wollte, kam ein Elektriker für mich nicht infrage. Glücklicherweise habe ich Freunde, die gelernte Mechatroniker sind oder einen elektrotechnischen Hintergrund haben. Sie haben mir gezeigt, wie man Schalter fachgerecht austauscht. Vor allem bei einfachen Licht- oder Rollladenschaltern war das erstaunlich leicht nachzuvollziehen. Ich würde mich selbst nicht als besonders technisch begabt bezeichnen. Mein Transferwissen – also das eigenständige Anwenden technischer Konzepte auf neue Situationen – ist eher unterdurchschnittlich. Dafür habe ich eine andere Stärke: Ich kann Dinge sehr gut nachmachen und reproduzieren. Wenn mir jemand einmal zeigt, wie etwas funktioniert, verstehe ich den Ablauf schnell und kann ihn anschließend sauber und zuverlässig selbst umsetzen. Solange ich das Gelernte regelmäßig anwende, bleiben solche Tätigkeiten dauerhaft kein Problem für mich. Genau diese Fähigkeit hat mir beim Aufbau meines Smart Homes enorm geholfen. Auf die einzelnen Schalter und Funktionen werde ich in separaten Artikeln noch ausführlicher eingehen.
Jetzt wurde das Smart Home Realität
Nachdem ich im Erdgeschoss alle wichtigen Schalter erfolgreich ausgetauscht hatte, konnte ich sämtliche Lichter bequem per Smart Home steuern. Ob die Beleuchtung in der Küche, das Ecklicht im Wohnzimmer oder andere Lampen – ich musste keinen Lichtschalter mehr manuell betätigen. Stattdessen konnte ich die Beleuchtung entweder per Sprachsteuerung oder über mein Smartphone bedienen. Wer Smart-Home-Geräte nutzt, die mit der Smart-Life-App kompatibel sind, kann sämtliche Geräte bequem über die App steuern. Darauf habe ich beim Kauf bewusst geachtet. Wie man das am Ende umsetzt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Dadurch konnte ich meine Beleuchtung von überall auf der Welt ein- oder ausschalten – vorausgesetzt, das Smart Home war mit dem Internet verbunden. Für mich war das ein absoluter Gamechanger. Es war das erste Mal, dass ich gemerkt habe, wie komfortabel ein Smart Home den Alltag tatsächlich machen kann. Nach dieser Erfahrung war für mich klar: Die Smart-Home-Funktionen wollte ich unbedingt weiter ausbauen. Der nächste Schritt waren deshalb die Rollläden. Alle Fenster waren bereits mit elektrischen Rollladenschaltern ausgestattet. Mir war es wichtig, jeden Rollladen einzeln oder in Gruppen (Erdgeschoss, 1. Stock und 2. Stock) steuern zu können. Insgesamt habe ich neun smarte Rollladenschalter verbaut. Seitdem kann ich jeden einzelnen Rollladen mit nur einem oder wenigen Klicks bedienen – egal ob per Smartphone, Sprachsteuerung oder automatischer Zeitsteuerung. Das mag für manche nach einer Kleinigkeit klingen, für mich war es jedoch ein großartiges Gefühl. Gerade in einem großen Haus merkt man schnell, wie angenehm es ist, nicht mehr jeden Rollladen einzeln von Hand bedienen zu müssen.

Fazit: Heute möchte ich darauf nicht mehr verzichten
Meine Frau sagte damals zu mir: „Oh Mann, du übertreibst wieder. Warum machst du dir so einen Aufwand?“
Meine Antwort war: „Wenn ich etwas anfange, dann richtig und nicht halbherzig.“
Außerdem habe ich damals argumentiert, dass wir irgendwann Kinder haben werden. Und spätestens dann würden wir auf diesen Komfort nicht mehr verzichten wollen.Ein paar Jahre und zwei Kinder später kann ich sagen: Genau so ist es gekommen. Wer schon einmal zwei weinende Kinder gleichzeitig auf dem Arm hatte und durchs Haus laufen musste, weiß, wie wertvoll jede kleine Erleichterung im Alltag sein kann. In solchen Momenten ist es unglaublich praktisch, das Licht oder andere Geräte einfach per Sprachsteuerung einschalten zu können, ohne einen Schalter suchen oder die Kinder absetzen zu müssen. Oder abends, wenn beide Kinder endlich schlafen und man selbst völlig erschöpft mit ihnen im Bett liegt: Früher hätte man sich noch einmal aufraffen müssen, um das Licht auszuschalten oder zu kontrollieren, ob irgendwo noch etwas eingeschaltet ist. Wer möchte schon unnötig Strom verbrauchen? Heute reicht ein kurzer Sprachbefehl oder ein Blick auf das Smartphone und das gesamte Haus ist innerhalb weniger Sekunden erledigt. Genau in solchen Alltagssituationen zeigt sich für mich der wahre Mehrwert eines Smart Homes. Es geht nicht darum, Technik um der Technik willen zu besitzen. Es geht darum, den Alltag ein kleines Stück einfacher und komfortabler zu machen – und genau das gelingt meinem Smart Home jeden Tag aufs Neue. Rückblickend würde ich den gesamten Aufwand jederzeit wieder auf mich nehmen. Nicht, weil ich Technik liebe, sondern weil sie unseren Familienalltag jeden einzelnen Tag ein Stück einfacher macht.
Diese Artikel folgen als Nächstes
In den nächsten Artikeln werde ich auf die einzelnen Funktionen meines Smart Homes eingehen. Ich zeige, welche Lösungen sich für mich wirklich gelohnt haben, welche Probleme ich damit gelöst habe und welche Erfahrungen ich dabei gesammelt habe.
Warum ich verschiedene Smart-Life-Schalter nutze
Meine Smart-Home-Rollläden im Alltag
Lohnt sich Sprachsteuerung wirklich?
Mein Smart Home mit Smart Life und Alexa
Meine Lieblings-Smart-Home-Automationen
Smart Home im Neubau: Was ich heute anders machen würde
Wie steht es eigentlich um den Datenschutz im Smart Home?