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Das erste Mal mit dem Flugzeug und einem Kind reisen (Teil 1)

Unsere erste Flugreise zu dritt führte uns mit unserer gerade einmal dreieinhalb Monate alten Tochter nach Kreta. Zwischen Reisecheckliste, vollen Koffern und meiner Nervosität vor dem Abflug stellte sich vor allem eine Frage: Wie entspannt kann eine Flugreise mit Baby eigentlich sein?

Von David Nguyen12.8.2026Aktualisiert am 2.9.20264 Min. Lesezeit
Das erste Mal mit dem Flugzeug und einem Kind reisen (Teil 1)

Aus zwei wurden drei

Endlich war es so weit. Nach all den Jahren zu zweit waren wir nun mittlerweile zu dritt. Unser erstes Kind, gerade einmal dreieinhalb Monate alt, ist zum ersten Mal geflogen. Nachdem wir uns nach der Geburt langsam an den neuen Alltag gewöhnt hatten, war unser nächstes Ziel der Strand – ich glaube, es war Anfang Oktober. Die Reise hatten wir sehr kurzfristig geplant, allerdings wollten wir unbedingt noch einen Strandurlaub machen. Da die Temperaturen Anfang Oktober in Griechenland noch sehr angenehm warm waren, haben wir uns schließlich für Kreta entschieden. Da es unsere erste Reise mit dem Flugzeug und vor allem die erste Reise mit Baby war, hatten wir uns vorgenommen, hauptsächlich am Strand zu chillen und gegebenenfalls ein wenig die Stadt zu erkunden. Im Vordergrund stand unsere gemeinsame Erholung, ohne uns selbst den Druck zu machen, unbedingt die ganze Insel erkunden zu müssen. Das war nicht das Ziel und hatten wir uns für diese Reise auch nicht vorgenommen. Das Hotel lag in Rethymno auf einem Hügel. Der Weg zum Strand dauerte angenehme 15 Minuten zu Fuß. Auch die Stadt selbst war innerhalb weniger Minuten erreichbar – zumindest ist das meine Erinnerung.

Packen mit Baby – plötzlich ist der Koffer voll

Aber gehen wir noch einmal ein Stück zurück. Es liegt bei uns irgendwie in der DNA, dass wir bereits zwei Wochen vorher anfangen, alles zusammenzupacken. Manchmal packen wir über mehrere Tage verteilt, aber grundsätzlich ist es immer so, dass wir auf unserem Smartphone eine Reisecheckliste haben, die wir von oben nach unten abarbeiten. Wenn wir für sieben Tage verreisen, packen wir auch Kleidung für sieben Tage ein. Diesmal kamen allerdings noch Windeln, ein Reisebuggy, eine Wickeltasche, Spielzeug und vieles mehr für das Kind hinzu. Ob man es glaubt oder nicht: Diese Sachen füllen einen Koffer ziemlich schnell. Da unser Kind zu diesem Zeitpunkt noch keine feste Nahrung zu sich nahm, konnten wir uns immerhin den Teil mit den HiPP-Gläschen sparen.

Warum ich lieber früher am Flughafen bin

Meine Frau hat sich in der Vergangenheit oft darüber lustig gemacht, warum ich immer zwei bis drei Stunden vorher am Flughafen sein möchte. Am Ende waren wir dadurch häufig mit einer sehr großzügigen Vorlaufzeit vor Ort. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um die Pünktlichkeit, sondern vielmehr darum, nicht das Gefühl zu haben, unter Zeitdruck zu stehen. Schließlich geht es in den Urlaub – und Stress ist ein Faktor, den man grundsätzlich zu Hause lassen möchte. Mit Kind zu fliegen, hat uns allerdings gezeigt, dass es durchaus von Vorteil ist, generell etwas früher am Flughafen zu sein. Schließlich kennen wir unsere Tochter: Sobald sie auf dem Weg zum Flughafen einschläft, sollten wir sie auch schlafen lassen. Spätestens an der Sicherheitskontrolle müssen wir sie jedoch aus dem Buggy nehmen, auf den Arm nehmen und gemeinsam mit ihr durch die Kontrolle gehen. Wenn wir sie dabei mitten aus dem Schlaf reißen, ist die Konsequenz meistens ein schlecht gelauntes Baby. Auch das sollte man bei der zeitlichen Planung berücksichtigen.

Die Nervosität vor dem ersten Flug

Die erste Challenge war es mit der S-Bahn zum Flughafen gefahren. Während der Fahrt konnten wir unsere Tochter sehr gut beschäftigen. Sie schaute aus dem Fenster und konnte dabei die vorbeiziehende Landschaft betrachten. Natürlich prasselten sehr viele neue Eindrücke auf sie ein. Für ein Baby, das zum ersten Mal mit der Bahn fährt, muss schließlich auch das erst einmal verarbeitet werden. Auf den Weg zum Terminal wurde regelmäßig geschaut, ob die Windeln frisch sind. Nach der Kontrolle mit ganz Körper Scan und großzügiger Vorlaufzeit waren wir am Gate angekommen. Hier konnten wir durchschnaufen und einen ersten Zwischenfazit ziehen. Dann sind wir zum ersten Mal zu dritt mit Kind in das Flugzeug eingestiegen. Ab dem Moment, in dem sich die Sitze mit verschiedenen Menschen langsam füllten, fing ich leicht an zu schwitzen. Es war eine Nervosität, die ich nicht mehr wegdenken konnte. In meinem Kopf war ständig der Gedanke, was passieren würde, wenn das Baby plötzlich anfängt zu schreien oder vom Timing her genau während des Fluges die Windel voll macht und der ganze Bereich etwas davon mitbekommt. Dann begann der Abflug und siehe da: Unsere Tochter hat nahezu den gesamten Flug über geschlafen. Auch war ich überrascht, dass es keine bösen Blicke gab. Erst als wir gelandet und aus dem Flugzeug ausgestiegen waren, machte sie in die Windel. Das war quasi das perfekte Timing.

Ein erfolgreicher erster Reisetag

Dann ging es mit einem vorbestellten Taxi direkt zum Hotel und unsere Tochter hat wieder durchgehend geschlafen. Nach dem Check-in sind wir zum Abendessen Gyros essen gegangen. So endete unser erster Reisetag. Ich würde sagen: Der erste Tag war erfolgreich. Auf die darauffolgenden Urlaubstage gehe ich in Teil 2 ein.

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