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Lohnt sich ein Smart Home? Meine Erfahrungen nach mehr als sieben Jahren

Was damals mit einzelnen smarten Geräten begann, ist inzwischen zu einem festen Bestandteil unseres Zuhauses geworden. Doch welche Funktionen möchte ich heute wirklich nicht mehr missen, was war eher Spielerei – und lohnt sich ein Smart Home am Ende tatsächlich?

Von David Nguyen28.8.2026Aktualisiert am 6.9.202614 Min. Lesezeit
Lohnt sich ein Smart Home? Meine Erfahrungen nach mehr als sieben Jahren

Warum ich überhaupt ein Smart Home wollte

Warum ich überhaupt ein Smart Home wollte, habe ich bereits ausführlicher beschrieben. Kurz gesagt: Mich haben vor allem der Komfort, die Automatisierung und natürlich meine Begeisterung für Technik gereizt.
Wer den Hintergrund genauer lesen möchte, findet hier meinen Artikel „Warum ich ein Smart Home haben wollte“.

Was bei uns inzwischen alles smart ist

Bei uns sind mittlerweile viele Bereiche des Hauses smart vernetzt:

  • Alle elektrischen Rollläden lassen sich per Smartphone oder Sprachsteuerung bedienen. Gleichzeitig können wir sie weiterhin ganz klassisch über die jeweiligen Wandschalter steuern.

  • Unser Smart-TV ist mit Alexa verbunden. Zusätzlich nutzen wir smarte LED-Beleuchtung rund um den Fernseher.

  • Viele Lichtschalter im Erdgeschoss, Keller, Obergeschoss und Dachgeschoss lassen sich per Smartphone oder Sprachbefehl steuern.

  • Auf drei Etagen sind jeweils eigene Staubsaugroboter im Einsatz, die man per Smartphone oder Sprachsteuerung bedienen kann.

  • Im Haus verteilt nutzen wir rund zehn smarte Steckdosen, beispielsweise für Stehlampen und andere Geräte.

  • Auch unser FRITZ!Box-Router hängt an einer smarten Steckdose und kann bei Bedarf aus der Ferne neu gestartet werden. Das ist besonders praktisch, wenn wir nicht zu Hause sind und es zu einer Internetstörung kommt. Der große Vorteil dabei: Für die smarte Steckdose lassen sich feste Ein- und Ausschaltzeiten hinterlegen. Dadurch kann sie den Router automatisch vom Strom trennen und anschließend wieder einschalten – selbst dann, wenn zu diesem Zeitpunkt keine Internetverbindung besteht. Diese einfache Lösung funktioniert bei uns sehr zuverlässig und hat uns schon mehrfach geholfen.

  • Meine Siebträgermaschine ist ebenfalls über eine smarte Steckdose angebunden. So kann ich sie beispielsweise schon vorheizen, indem ich die Siebträgermaschine vorher per smarten Steckdosen anschalten lasse, bevor ich in die Küche komme. In der Regel brauche ich 20-30 Minuten bis die Siebträgermaschine aufgeheizt ist.

  • Auf jeder Etage steht ein Alexa-Gerät zur Sprachsteuerung unserer Smart-Home-Komponenten bereit.

  • Eine Babykamera mit Bewegungserkennung gehört ebenfalls zu unserem Setup.

  • An der Haustür nutzen wir eine smarte Doorbell. Dazu habe ich bereits einen separaten Artikel geschrieben.

  • Auch unser Türschloss ist smart angebunden. Wir können die Tür mit dem Smartphone oder der Smartwatch öffnen. Zudem können wir weiterhin mit dem Schlüssel die Tür öffnen.

  • Für den Garten nutzen wir eine smarte Bewässerungsanlage für den Rasen. Mit der Automatisierung bewässere ich den Rasen um 4 Uhr morgens.

  • Verschiedene Smart-Home-Geräte habe ich zudem zu Gruppen zusammengefasst. Dadurch kann ich beispielsweise mit einem einzigen Sprachbefehl alle Lichter einer kompletten Etage ("Alexa Untergeschoss aus") ausschalten.

  • Rund um das Haus kommen außerdem mehrere Reolink-Kameras zur Überwachung zum Einsatz. Wir haben jederzeit Zugriff auf die Kameras und sie funktionieren komplett autark aufgrund ihres Solarpanels.

Diese Smart-Home-Funktionen möchte ich nicht mehr missen

  1. Die smarte Doorbell: Damit verpassen wir keinen Paketboten mehr. Mit unserer automatisierten Sprachsteuerung können wir via 2-Wege Kommunikation betreiben - egal von wo.

  1. Unser Nuki-Schloss an der Haustür gehört ebenfalls zu den Smart-Home-Lösungen, die wir im Alltag regelmäßig nutzen. Seitdem brauchen wir keinen klassischen Hausschlüssel mehr, solange wir unser Smartphone dabei haben. Außerdem können wir die Haustür innerhalb einer Reichweite von etwa zehn Metern per Smartphone öffnen. Wenn beispielsweise jemand vor der Tür steht, reicht ein kurzer Blick auf die Kamera, um zu sehen, wer dort wartet. Anschließend können wir die Haustür direkt über das Smartphone öffnen. Wer noch mehr Möglichkeiten möchte, kann das Nuki-System mit zusätzlicher Hardware erweitern und die Haustür damit auch vollständig aus der Ferne steuern. Für unseren bisherigen Anwendungsfall war dieses Upgrade allerdings nicht notwendig, da uns die lokale Steuerung bislang vollkommen ausreicht.

  1. Ein weiterer smarter Steckdosenschalter kommt bei meiner Siebträgermaschine zum Einsatz. Kaffee ist für mich ein kleines tägliches Privileg – und wenn ich Kaffee trinke, möchte ich ihn auch in möglichst hoher Qualität genießen. Deshalb haben wir vor mehreren Jahren in eine Rocket Appartamento investiert. Damit bekomme ich zu Hause eine Kaffeequalität hin, die sich meiner Meinung nach nicht hinter der eines guten Baristas verstecken muss. Selbst Latte Art beherrsche ich inzwischen, auch wenn ich meinen Kaffee zu rund 90 Prozent schwarz trinke. Einen Nachteil hat die Siebträgermaschine allerdings: Sie benötigt etwa 20 bis 30 Minuten zum Aufheizen, bevor sie wirklich bereit für einen guten Espresso ist. Dieses Problem kann man entweder mit Geduld lösen – oder mit etwas Automatisierung. Ich habe mich für Letzteres entschieden. Die Kaffeemaschine hängt an einer smarten Steckdose, die ich bereits nach dem Aufwachen einschalten kann. Während ich mich fertig mache und anschließend ins Erdgeschoss komme, ist die Maschine bereits vollständig aufgeheizt. So kann ich direkt meinen ersten Kaffee zubereiten und damit in den Tag starten.

  2. Mit den Jahren erfüllt man offenbar doch irgendwann das Klischee des Vorstadtmenschen. Früher hätte ich mir jedenfalls nie vorstellen können, dass mir Gartenarbeit in unserem kleinen Garten einmal wirklich Spaß machen würde – aber genau da bin ich inzwischen angekommen. Ich verbringe mittlerweile erstaunlich viel Zeit damit, unseren Rasen möglichst dicht, gesund und grün zu halten. Gleichzeitig versuche ich aber auch, den Aufwand dafür so gering wie möglich zu halten. Mehrmals pro Woche minutenlang mit dem Gartenschlauch im Garten zu stehen, gehört für mich definitiv nicht dazu. Gerade mit zwei Kindern kann ich diese Zeit deutlich besser nutzen. Deshalb ist unsere automatische Bewässerungsanlage eine der Smart-Home-Automationen, die uns im Alltag tatsächlich viel Arbeit abnimmt. Die Bewässerung läuft zu festgelegten Zeiten automatisch und ich muss mich im Normalfall um nichts weiter kümmern. Bei uns startet sie beispielsweise um vier Uhr morgens. Viele Rasenprofis empfehlen, in den frühen Morgenstunden zu bewässern, weil das Wasser dann besonders effizient aufgenommen werden kann. Diesen Rat befolge ich einfach auf die smarte Art: Während ich noch schlafe, übernimmt die Bewässerungsanlage die Arbeit für mich. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, dass Smart Home nicht nur Spielerei sein muss, sondern ganz konkret Zeit sparen kann.

Was zunächst cool war, aber eigentlich nur Spielerei ist

Eine meiner aufwendigeren Smart-Home-Gruppierungen war unser sogenannter „Kinomodus“. Mit dem Sprachbefehl „Alexa, Kinomodus an“ passierten gleich mehrere Dinge gleichzeitig: Alle Rollläden im Erdgeschoss fuhren herunter, die LED-Beleuchtung am Fernseher schaltete sich ein und der Fernseher startete automatisch. Klingt ziemlich cool – nutzen wir in der Realität aber so gut wie nie. Wenn wir einen Film schauen, dann meistens am Abend. Zu diesem Zeitpunkt sind die Rollläden ohnehin nicht mehr wirklich relevant und die LED-Beleuchtung am Fernseher ist für mich eher ein nettes Extra als ein echter Mehrwert. Hinzu kommt: Seit wir Kinder haben, schauen wir abends erstaunlich oft gemeinsam einen Film auf dem iPad. Das ist deutlich leiser, als im Erdgeschoss unsere große Soundanlage anzuwerfen und das Wohnzimmer akustisch komplett eskalieren zu lassen. Das war früher durchaus anders. Bevor wir Kinder hatten, durfte ein Film wie „Avengers: Endgame“ natürlich auch mal mit maximaler Lautstärke laufen. Manche Filme muss man schließlich einfach mit ordentlich Wumms genießen. Der Kinomodus ist für mich deshalb ein gutes Beispiel dafür, dass nicht jede technisch mögliche Automation im Alltag auch wirklich sinnvoll ist. Manche Dinge machen beim Einrichten unglaublich viel Spaß – und werden später trotzdem kaum genutzt.

Smart Home mit Kindern: Bringt das wirklich Vorteile?

Um es klar auf den Punkt zu bringen: Für uns bietet das Smart Home im Alltag ganz eindeutig Vorteile. Selbst meine Tochter beherrscht die Sprachsteuerung mittlerweile erstaunlich gut. Der große Vorteil ist für mich, dass nichts von dem, was vorher funktioniert hat, verloren gegangen ist. Lichtschalter, Rollläden oder andere Geräte lassen sich weiterhin ganz normal bedienen. Wir haben lediglich zusätzliche Möglichkeiten bekommen: per Sprachsteuerung oder über das Smartphone. Ein typisches Beispiel aus unserem Alltag: Die Kinder spielen oben, gehen anschließend in den Keller in ihr Spielzimmer und kommen später wieder nach oben. Dass dabei das Licht im Keller eingeschaltet bleibt, passiert regelmäßig und darüber hinaus finden sie es noch lustig, wenn sie die Lichter überall an lassen. Statt selbst nach unten zu laufen, reicht ein kurzer Sprachbefehl und das Licht im Keller ist ausgeschaltet. Genau solche kleinen Situationen machen für mich den eigentlichen Mehrwert eines Smart Homes aus. Es sind keine spektakulären Funktionen, aber sie machen den Alltag bequemer und sparen immer wieder kleine Wege und etwas Zeit. Und das funktioniert bei uns inzwischen seit Jahren sehr zuverlässig. Hardware-Ausfälle hatten wir in diesem Bereich bislang keine – zumindest noch nicht.

Oder ein anderes Beispiel: Bevor es morgens in den Kindergarten geht, essen die Kinder gerne noch etwas im Wohnzimmer. Brezen, Croissants oder Brote sorgen dabei regelmäßig dafür, dass sich jede Menge Krümel auf dem Boden verteilen. Und natürlich bleibt es nicht dabei: Ein Teil wird anschließend mit den Füßen weitergekickt oder mit den Händen noch großzügiger im Raum verteilt. Genau hier kommt unser Saugroboter im Erdgeschoss zum Einsatz. Sobald die Kinder angezogen sind und wir das Haus verlassen, um in den Kindergarten zu gehen, starte ich ihn einfach per Smartphone. Dabei kann ich sogar gezielt den Bereich markieren, in dem besonders viele Krümel liegen. Während wir unterwegs sind, erledigt der Roboter den Rest. Wenn ich später wieder nach Hause komme, ist der Boden in der Regel wieder sauber. Für mich ist das eine dieser kleinen Automationen, die im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen. Ich muss weder direkt nach dem Frühstück zum Staubsauger greifen noch mich später um die Krümel kümmern – die Reinigung läuft einfach nebenbei. Natürlich sollte man drauf achten, dass nicht Spielzeuge am Boden befinden, die den Stausaugvorgang verhindern können. Ein Staubsaugroboter ersetzt zwar nicht das komplette staubsaugen, macht aber den Alltag wesentlich angenehmer.

Was mich an Smart Home manchmal nervt

Unterschiedliche Apps:

Es gibt ein paar Smart Home Produkte, wo man unterschiedliche Apps downloaden muss. Das kann tatsächlich nerven. Ich löse das Problem indem ich meist nur Produkte nutze die "Smart-Life" App kompatibel sind. Dank der Alexa Sprachsteuerung können auch verschiedene Produkte mit verschiedenen Apps via Alexa gesteuert werden. Das macht das Ganze wieder standardisierter im Alltag.

Batterien:

Mittlerweile gibt es viele Smart-Home-Geräte und Automationen, die mit Batterien betrieben werden. Davon bin ich grundsätzlich kein großer Fan. Denn wenn ich mit einer smarten Lösung ein Problem beseitige, möchte ich mir dadurch nicht gleichzeitig ein neues schaffen – nämlich ständig Batterien kontrollieren und austauschen zu müssen. In der Praxis lässt sich das aber ziemlich gut im Griff behalten. Bei mir betrifft das aktuell nur das Nuki-Türschloss. Dort muss ich den Akku ungefähr alle ein bis eineinhalb Jahre austauschen. Praktisch ist, dass mir die App jederzeit den aktuellen Akkustand anzeigt und mich frühzeitig warnt, wenn die Kapazität langsam zur Neige geht. Dadurch kommt ein leerer Akku eigentlich nie überraschend.

Ein weiteres Beispiel ist meine Bewässerungsanlage im Garten. Auch dort kommen Batterien zum Einsatz. Da ich den Bewässerungscomputer von XinFuture im Winter ohnehin abmontiere und erst im Frühjahr wieder installiere, ergibt sich automatisch die Gelegenheit für einen Batteriecheck. So hält sich auch hier der zusätzliche Aufwand sehr in Grenzen.

Cloud-Abhängigkeit:

Viele Smart-Home-Produkte sind heute von einer Cloud-Verbindung abhängig. Genau das versuche ich möglichst zu vermeiden, indem ich mich bewusst für Geräte entscheide, die sich auch lokal nutzen lassen. Wenn man sich vor dem Kauf etwas mit dem Produkt beschäftigt, kann man diese Abhängigkeit meiner Erfahrung nach ziemlich gut umgehen. Natürlich bleibt immer ein gewisses Restrisiko. Ein Hersteller könnte seine Strategie ändern, neue Funktionen hinter eine Bezahlschranke setzen oder mit einem Update neue Einschränkungen einführen. Bei meinen Geräten ist das bisher allerdings noch nicht passiert.

Wenn Geräte plötzlich nicht mehr reagieren:

Ausfälle hatte ich in all den Jahren tatsächlich nur sehr wenige – insgesamt vielleicht drei bis vier. Trotzdem ist genau das einer der nervigsten Momente in einem Smart Home. Wenn ein Gerät mehrere Jahre völlig unauffällig funktioniert und fest in den Alltag integriert ist, gewöhnt man sich schnell daran. Umso störender ist es, wenn es dann plötzlich von einem Tag auf den anderen nicht mehr reagiert. Gerade bei Funktionen, die man täglich nutzt, merkt man erst in diesem Moment, wie selbstverständlich sie inzwischen geworden sind.

Gäste:

Ein weiterer Nachteil der Sprachsteuerung zeigt sich, sobald es im Haus etwas lauter wird. Sind beispielsweise Gäste da oder die ganze Familie ist im Wohnzimmer, versteht Alexa Sprachbefehle deutlich schlechter. Hintergrundgeräusche, Gespräche oder spielende Kinder reichen manchmal schon aus, damit ein Befehl falsch oder gar nicht erkannt wird. Generell funktioniert die Sprachsteuerung am zuverlässigsten, wenn man deutlich und nicht zu schnell spricht. Werden Befehle hastig ausgesprochen oder sind sie zu lang und kompliziert, kann es passieren, dass Alexa etwas völlig anderes versteht. Das haben wir bei uns schon häufiger erlebt. Statt beispielsweise das Licht zu steuern, startete Alexa plötzlich irgendeine Musik. In solchen Momenten ist die Sprachsteuerung dann weniger eine Erleichterung und eher nervig – besonders wenn man den gleichen Befehl zwei- oder dreimal wiederholen muss.

Internetprobleme:

Ein größerer Nachteil hat sich bei uns ganz am Anfang gezeigt, als wir in das Neubaugebiet eingezogen sind. Mit der Zeit kamen immer mehr Bewohner hinzu und relativ schnell wurde deutlich, dass die vorhandene Internetanbindung mit der steigenden Auslastung nicht richtig mithalten konnte. Teilweise hatten wir mehrere Stunden lang überhaupt kein Internet. Genau in solchen Situationen merkt man, wie abhängig ein Smart Home von einer funktionierenden Internetverbindung sein kann. Fällt das Internet komplett aus, funktionieren viele Geräte und Automationen plötzlich nicht mehr oder nur noch eingeschränkt. Gerade wenn man sich bereits daran gewöhnt hat, Licht, Rollläden oder andere Funktionen automatisch steuern zu lassen, ist das ziemlich nervig. Mittlerweile besteht dieses Problem bei uns zum Glück nicht mehr. Der Glasfaserausbau ist abgeschlossen und längere Ausfälle gehören praktisch der Vergangenheit an. Hin und wieder kommt es dennoch zu kleineren, spontanen Internetausfällen. In den meisten Fällen reicht es dann aus, die Fritzbox kurz vom Strom zu trennen und neu zu starten. Auch für längere Abwesenheiten kann man vorsorgen. Ist man beispielsweise im Urlaub, lässt sich mit einer passenden smarten Steckdose mig Zeitschaltuhr Funktion ein automatischer Neustart der Fritzbox einrichten. So kann sich der Router im Zweifel selbst neu starten, ohne dass jemand vor Ort sein muss.

Muss ein Smart Home teuer sein?

Die ganzen Smart Home Integrationen sind teuer, keine Frage. Ich sehe es als Luxusgut, aber keiner sagt, dass man alles aufeinmal kaufen musst. Ich schlage daher immer vor, klein anzufangen, um zu sehen, ob das wirklich den Alltag verbessert. Da beginnt man mit unter 100 Euro an, je nach Anforderung. Sobald man sich angefreundet hat und den Mehrwert erkennt, kann man langsam upgraden und neue Produkte holen und in die Automation einbeziehen.

Würde ich heute noch einmal ein Smart Home aufbauen?

Auf alle Fälle. Als ich damals das Smart Home Set aufgebaut habe, wusste ich gar nicht, wie stabil und wie zuverlässig das Ganze läuft. Nach sieben Jahren und sehr wenigen Ausfällen, kann ich definitv sagen, dass ich es wieder tun würde. Etwas ändern würde ich tatsächlich nichts. Es funktioniert und selbst meine äußerst kritische Frau, kann sich ein Leben ohne Smart Home nicht mehr vorstellen. Sie sagt das zwar nicht, aber sie liebt es mit Sicherheit ;-).

Mein Fazit nach 7 Jahren

Für mich ist die Antwort eindeutig: Ja, ein Smart Home lohnt sich.

Nach mehr als sieben Jahren möchte ich viele der Funktionen nicht mehr missen. Der größte Vorteil ist für mich nicht, dass alles möglichst technisch oder futuristisch ist, sondern dass viele kleine Dinge im Alltag einfacher geworden sind. Licht steuern, Rollläden bedienen, Geräte automatisieren, die Haustür kontrollieren oder den Saugroboter starten – jede einzelne Funktion spart vielleicht nur wenig Zeit. Zusammengefasst entsteht daraus aber ein Komfort, an den man sich sehr schnell gewöhnt. Gerade mit Kindern merke ich, wie praktisch viele Automationen geworden sind. Ich kann Dinge nebenbei erledigen, ohne jedes Mal einen Schalter drücken, eine App öffnen oder durch das ganze Haus laufen zu müssen. Gleichzeitig funktionieren die meisten klassischen Möglichkeiten weiterhin. Niemand ist gezwungen, Alexa zu benutzen oder alles über das Smartphone zu steuern. Natürlich gibt es auch Nachteile. Geräte können ausfallen, Sprachsteuerung funktioniert bei viel Lärm nicht immer zuverlässig, Batterien müssen irgendwann gewechselt werden und bei manchen Produkten besteht eine gewisse Cloud- oder Internetabhängigkeit. Viele dieser Probleme lassen sich aber bereits beim Kauf vermeiden oder zumindest deutlich reduzieren. Für mich ist deshalb vor allem eines entscheidend: Ein Smart Home sollte Probleme lösen und nicht neue schaffen. Ich würde kein Gerät nur deshalb kaufen, weil es sich per App steuern lässt oder weil es sich cool anhört. Es muss mir im Alltag einen echten Mehrwert bringen. Genau deshalb würde ich heute auch nicht versuchen, möglichst alles im Haus smart zu machen. Stattdessen würde ich wieder Schritt für Schritt vorgehen und nur dort automatisieren, wo es wirklich sinnvoll ist und da wo es nicht Sinn macht, es einfach dabei zu belassen.

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