Smarte Türklingel ohne Abo: Meine Lösung gegen verpasste Paketboten
Obwohl wir zu Hause waren, verpassten wir regelmäßig unsere Paketboten. Mit einer smarten Doorbell von Reolink fand ich eine einfache Lösung ohne Akku und monatliches Abonnement – und eine meiner nützlichsten Smart-Home-Automationen.

Ein größeres Haus verändert den Alltag
Als wir neu in unser Haus eingezogen sind, waren wir nicht nur von der Größe leicht überfordert. Wir haben auch schnell gemerkt, dass wir uns häufig in ganz unterschiedlichen Räumen aufhielten. Darüber hinaus mussten wir auch vieles neu anschaffen, was wir vorher schlichtweg nicht gebraucht hatten. Das fing bei Werkzeugen an und reichte bis hin zu neuen Möbeln. Auch technisch mussten wir ordentlich aufrüsten. Dinge, die in der Mietwohnung nie eine große Rolle gespielt hatten, waren im Haus plötzlich unverzichtbar – ohne die entsprechende Technik hätte man spätestens ab dem zweiten Stock kein Internet mehr gehabt. Das Gute daran: Eigentlich ließ sich alles bequem über das Internet bestellen. Wenn ich mich richtig erinnere, kamen bestimmt 90 Prozent unserer Bestellungen von dem allseits bekannten US-Riesen zu uns nach Hause. Der große Vorteil gegenüber früher ist jedoch, dass wir heute fast alles, was wir benötigen, bequem online bestellen können. Viele Bestellungen werden bereits am nächsten Tag geliefert, einige Produkte sogar noch am selben Tag. Mit nur einem Knopfdruck konnten wir die benötigte Ware unmittelbar bestellen.
Bestellen war früher deutlich aufwendiger
In der Generation meiner Eltern war das noch ganz anders. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mein Vater zunächst alles aufschrieb, anschließend zum nächsten Baumarkt fuhr und die benötigten Dinge dort kaufte. Vorher hieß es erstmal, die Ware zu finden. Wenn dann etwas nicht passte, musste er den ganzen Weg noch einmal zurückfahren, um die Ware zurückzugeben oder gegen die passende Größe umzutauschen. Dass wir heute so einfach und schnell bestellen können, ist deshalb schon ein echtes Privileg.
Wenn der Paketbote klingelt und niemand die Tür erreicht
Gleichzeitig brachte das Leben in einem größeren Haus neue Herausforderungen mit sich. Mal waren wir im Keller, mal in unserem Home-Gym und ein anderes Mal im dritten Stock unter der Dusche. Das sind natürlich echte Luxusprobleme. Problematisch wurde es immer dann, wenn der DHL-Bote klingelte und wir uns gerade in einem anderen Teil des Hauses befanden. Obwohl wir den ganzen Tag zu Hause waren, schafften wir es manchmal nicht rechtzeitig zur Haustür und die Ware wurde zur nächsten Postfiliale gebracht. Besonders ärgerlich war das, wenn ich gerade unter der Dusche war und das Klingeln entweder nicht hörte oder einfach zu lange brauchte.
Die Suche nach einer Smart-Home-Lösung
Das war für mich ein nerviges Problem, welches ich per Smart-Home-Automation lösen wollte. Und tatsächlich wurde es zu meiner Lieblingsautomation, weil es mein Leben seitdem angenehmer machte. Ich stellte mir die Frage: Wie kann eine Smart-Home-Automation aussehen? Ein paar Nachbarn von mir hatten sich diese Frage schon vorher gestellt und das Problem gelöst, indem sie bereits beim Einzug ins Haus eine Videosprechanlage einbauen ließen. Zu der Zeit hatte sie um die 2.000 Euro gekostet. Das war es uns preislich nicht wert und das Geld benötigten wir für andere essenzielle Dinge. Man muss im Leben Prioritäten setzen.
Der erste Versuch mit einer Überwachungskamera
Als Erstes installierte ich eine Überwachungskamera von Reolink inklusive Solarpanel und integriertem Mikrofon im ersten Stock direkt über der Haustür. Damit konnten wir das Problem zumindest teilweise lösen. Der Grund lag daran, dass es immer ein paar wertvoll Sekunden andauerte bis sich die Kamera innerhalb der App auf dem Smartphone öffnete. Auch die Übertragung der Sprachnachricht kostete wertvolle Sekunden. Wir konnten zwar damit leben, wirklich zufriedenstellend war die Lösung aber nicht. Die gesamte Nutzererfahrung war für mich höchstens eine Fünf von zehn.
Die Ring Doorbell meiner Nachbarin
Einige Monate später entdeckte ich bei unseren Nachbarn eine Ring-Videotürklingel. Meine Nachbarin war damit sehr zufrieden, störte sich allerdings am kostenpflichtigen Abo für einige Funktionen. Besonders interessant fand ich, dass die Ring Doorbell direkt über den vorhandenen Stromanschluss der Türklingel betrieben werden konnte und dadurch nicht regelmäßig aufgeladen werden musste.
Warum eine Türklingel mit Akku für mich nicht infrage kam
Es gibt diesen berühmten Spruch: Der Ursprung neuer Probleme sind meistens ihre Lösungen. Genau das zeigt sich auch bei einer smarten Türklingel. Löst man damit zunächst das Problem, den Paketboten rechtzeitig zu bemerken und mit ihm sprechen zu können, entsteht im nächsten Schritt eine neue Herausforderung: Man muss dafür sorgen, dass der Akku der Türklingel immer ausreichend geladen ist. Darauf hatte ich ehrlich gesagt keine Lust. Ich wollte nicht ständig den Akkustand kontrollieren oder alle drei Monate eine leere Batterie austauschen beziehungsweise den Akku aufladen. Wenn ich schon eine smarte Türklingel einbaue, dann soll sie zuverlässig und durchgehend funktionieren. Gleichzeitig war ich auf der Suche nach einer Kamera ohne Abo-Modell.
Meine Wahl: die Reolink Video Doorbell
Meine Wahl fiel auf die Reolink Video Doorbell. Ich baute die Doorbell genauso ein wie meine Nachbarin. Da unsere Häuser nahezu identisch waren und vom selben Bauträger stammten, ging ich davon aus, dass auch die Haustechnik übereinstimmen würde – und tatsächlich war das der Fall.
Installation abgeschlossen – und sofort überzeugt
Kaum war die Doorbell installiert, konnte ich sie auch schon testen. Sobald jemand klingelte, ertönte nicht nur die Türklingel über den mitgelieferten Chime, sondern ich erhielt gleichzeitig eine Benachrichtigung auf meinem Smartphone. Mit nur einem Klick ließ sich die App öffnen – deutlich schneller als bei der Kamera. Auch die Kommunikation über die Klingel funktionierte schneller und war klarer und lauter. Damit war ich auf Anhieb in der Lage, die bisherigen Probleme zu lösen.
So bewährt sich die Doorbell im Alltag
Alles funktionierte wunderbar: Mal erklärten wir Lieferanten, wo sie ein Paket abstellen sollten – wobei sich das inzwischen auch über eine Abstellgenehmigung in der DHL-App regeln lässt. Ein anderes Mal konnten wir unerwünschte Haustürverkäufer direkt über die Gegensprechanlage abwimmeln. Dafür ließen sich sogar vorgefertigte Sprachnachrichten über die App abspielen.
Besonders praktisch für Familien mit Kindern
Ein weiterer wichtiger Vorteil, wenn man Kinder hat: Mithilfe einer smarten Steckdose und des mitgelieferten Chimes konnten wir einen Zeitraum definieren, in dem der Chime nicht läuten darf. Damit stellten wir sicher, dass die Kinder nicht aufgeweckt werden, wenn jemand bei uns klingelt. Für unsere Zwecke, haben wir folgende Smart Steckdose benutzt:
Die Vor- und Nachteile der Reolink Doorbell
Vorteile
Direkte Kommunikation über die smarte Doorbell
Seit über sechs Jahren wetterfest – bei minus 15 ebenso wie bei plus 35 Grad
Zwei-Wege-Audio
Vorgefertigte Sprachnachrichten
Alexa-Kompatibilität
Anschaffungspreis von nur rund 100 Euro
Kein monatliches Abonnement erforderlich
Kein regelmäßiges Aufladen notwendig
Nachteil
Fällt das Internet aus, funktioniert auch die Doorbell nicht mehr.
Fazit
Eine der besten Smart-Home-Lösungen, die ich bisher installiert habe. Die Doorbell ist bei mir seit 2019 im Einsatz und funktioniert bis heute (Stand: August 2026) einwandfrei. Dabei spielt es keine Rolle, ob im Winter Temperaturen von bis zu minus 15 Grad herrschen oder das Thermometer im Sommer auf über 35 Grad steigt – die Kamera läuft zuverlässig. Mittlerweile ist die Doorbell bei Amazon für unter 100 Euro erhältlich und bietet meiner Meinung nach ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.
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